nachhaltigkeit

zurück zur Natur

Nachhaltigkeit heißt für die Zukunft zu planen und in Kreisläufen zu denken.

Es ist keine Frage des „warum“, sondern des „wann“ und „wie stark“: Nachhaltigkeit ist in der politischen Agenda angekommen und wird unsere Gesellschaft ebenso verändern wie die Digitalisierung. Was aber steckt hinter dem Schlagwort? Was bedeutet Nachhaltigkeit wirklich nach all den Jahren des Greenwashing und der Versuche, sie als unbezahlbare Utopie abzutun?

Nachhaltigkeit ruht auf drei-Säulen: grün, sozial und wirtschaftlich

  • mehr als nur »grün« denken, planen und bauen
  • Gleichklang aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Entwicklung
  • Menschen am Fortschritt beteiligen und wirtschaftlich denken
  • Verbund aus Natur, Gesellschaft und Wirtschaft
  • neue Balance finden, die die Interessen auch kommender Generationen miteinbezieht

Nachhaltigkeit heißt Generationengerechtigkeit

  • eine Gesellschaft, die nicht ungehemmt Ressourcen verbraucht und CO2 freisetzt.
  • die Bedürfnisse der heutigen Generation berücksichtigen, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden
  • Lebensgrundlagen nachfolgender Generationen schützen
  • Generationengerechtigkeit mit »Recht auf Zukunft« Nachhaltigkeit fördert Klimaschutz
  • Klimaschutz durch CO2-Reduktion und sorgsamer Umgang mit begrenzten Ressourcen
  • d. h. Nachhaltigkeit fordert sofortiges Handeln

Nachhaltiges Planen und Bauen sind alternativlos
Um ein geflügeltes Wort der ehemaligen Kanzlerin Angela Merkel aufzugreifen: Nachhaltiges Planen und Bauen sind »alternativlos«, zumal in einer Welt, die zunehmend an ihre Grenzen stößt. Uwe Schneidewind spricht in seinem Buch »Die große Transformation. Eine Einführung in die Kunst gesellschaftlichen Wandels« von 2018 für eine ganze Reihe koordinierter Transformationen – von der Konsumwende über die Energie- und Ressourcenwende über die Mobilitäts- und Ernährungswende bis zur Urbanen Wende und einer Industriellen Wende. Kein Bereich kann einfach so weitermachen, alles wird auf den Prüfstand gestellt – im Sinne einer gemeinsamen Zukunft. Auch die Bauwirtschaft wird ihren Anteil leisten müssen.

Gebäude werden ganzheitlich gedacht – von ihrer Entstehung bis zur Demontage und Wiederverwertung. Es geht darum, in Kreisläufen zu denken und lineare Wachstumsmodelle zu verlassen. Das kann dazu führen, dass Bauten neu mit regionalen Traditionen, Materialien und Ressourcen zu einer überzeugenden Gestaltung verbunden werden. Sie sind zwar auf Dauer gedacht, bleiben aber zugleich veränderbar. Künftige Nutzungen, Wünsche und Interessen werden nicht ausgeschlossen werden, Veränderbarkeit hingegen befördert.

Nachhaltigkeit entscheidet sich nicht mit dem Ergebnis, sondern von Beginn an

Es gibt keine Alternative zum ökologischen Handeln!

Grünes Bauen heißt

  • ganzheitlich planen
  • Mensch & Umwelt gleichermaßen im Blick
  • aktiv teilnehmen an einem gesellschaftlichen Umbruch hin zu ressourcenschonender Lebensweise und CO2-neutraler Produktion
  • sich bewusst sein, dass die Bauwelt einen erheblichen Teil aller vom Menschen verbrauchten Ressourcen (Materialien wie Energie) in Anspruch nimmt
  • energieeffizient und klimaneutral planen
  • Biodiversität erhalten, Ressourcen schonen, und nachwachsende Rohstoffe nutzen
  • Flächenverbrauch reduzieren
  • Produkte und Dienstleistungen nachhaltig beschaffen
  • Menschenrechte in der Lieferkette einhalten
  • Gesundheit und Komfort von Nutzern sichern

Das gilt besonders für die Architektur, die ganzheitlich betrachtet etwa 40% der Treibhausemissionen verantwortet.

Ganzheitlich planen
Was aber bedeutet ökologische Planung wirklich? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, welche Kriterien muss sie erfüllen? Nun, sie zielt auf einen ganzheitlichen Ansatz, von der Wahl geeigneter Bauplätze über geeignete Materialien und gesteigerte Energieeffizienz bis zu geprüften Innenräumen. Ganzheitlich planen heißt den Kontext mitbedenken. Das nachhaltigste Haus auf der grünen Wiese kann in der Regel nicht bestehen gegen einen einfachen Umbau innerhalb einer bestehenden Siedlung, da eben das Haus nicht alleine betrachtet werden darf, sondern immer im Kontext gesehen werden muss.

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Architektonische Kreislaufwirtschaft: Chancen und Herausforderungen

Produkte ohne Abfall herstellen

Cradle to Cradle heißt

  • Materialgesundheit
  • Kreislauffähigkeit
  • erneuerbare Energien einsetzen
  • mit Wasser verantwortungsvoll umgehen
  • sozial gerecht planen und handeln
  • saubere Trennbarkeit
  • genaueste Dokumentation
  • Produktionsabfall ausschließen oder minimieren
  • beständiger Materialfluss und -veränderung

Kreislaufwirtschaft hat gute Chancen, zur Leitidee des nächsten Jahrzehnts aufzusteigen

… und damit den ausgehöhlten Begriff Nachhaltigkeit mit neuem Leben zu erfüllen. In der Bauwelt ist C2C (Cradle to Cradle) angekommen. Doch was bedeutet Cradle to Cradle – »von der Wiege zur Wiege« – wirklich? Die Idee tauchte erstmals in den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts auf. Damals entwickelten der Chemiker Michael Braungart und der Architekt William McDonough das Konzept, technische und biologische Kreisläufe strikt zu trennen und so nur noch Produkte herzustellen, die keinen »Abfall« darstellen, sondern entweder Nährstoffe für die Natur bilden oder in geschlossenen technischen Kreisläufen ständig wiederverwertet werden. Cradle to Cradle eliminiert menschengemachte Gifte aus der Umwelt. Eine C2C-Jeans kann im Garten gefahrlos verrotten, da sie aus Bio-Baumwolle besteht und ohne Schädlingsvernichtungs- und Bleichmittel hergestellt wurde. Cradle to Cradle setzt also eine andere Produktion voraus und einen wirklich nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt und ihren endlichen Ressourcen.

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Reflektionen und Vorteile rund um den Holzbau

Vorteile des Holzbaus auf einen Blick

Umwelt

  • bildet die ideale Basis für vielfältige Recycling-Konzepte durch Urban-Mining und Cradle-to-Cradle-Prozesse und damit eine nachhaltig angelegte Kreislaufwirtschaft
  • fördert die schonende Nutzung von Ressourcen
  • bietet eine herausragende Baubiologie
  • stärkt regionale Wertschöpfungsketten

Aufwand & Kosten

  • Modulare Bauweise ermöglicht zeit- und kosteneffizientes Bauen
  • im Vergleich mit konventionellen Bauten entsteht Holzarchitektur in 50 bis 70 Prozent der Zeit
  • Abläufe auf der Baustelle werden beschleunigt
  • vergleichsweise geringes Gewicht senkt Transportkosten und Aufwand, auch bei Holzhybridbauwerken

Qualität

  • Modulare Bauweise und hoher Vorfertigungsgrad ermöglichen Bauwerke von höchster Qualität
  • Projekte können im Vorfeld hochdetailliert geplant werden
  • hohe Stabilität
  • psychologische Wärme
  • viele Menschen schwören auf natürliche Materialien – nicht nur beim Innenausbau
  • bietet eine herausragende Baubiologie

Das nachhaltige Baumaterial Holz erobert die Städte zurück – und unser Denken

Modulares Bauen und industrielle Fertigung sichern hohe Qualität
Es klingt verwunderlich: Ausgerechnet das Traditionsmaterial Holz ist ein Werkstoff, der höchste Präzision und einen hohen Vorfertigungsgrad ermöglicht. Der hohe Industrialisierungsgrad der Holzindustrie bietet entscheidende Vorteile. Ganze Bauteile entstehen im Werk, wettergeschützt und mit gleichbleibend guter Qualität. Inzwischen werden ganze Raumzellen auf Tieflader gepackt und vor Ort montiert werden. Elementiertes Bauen kommt dem geregelten Bauablauf zugute. Holzarchitektur verbindet Geschwindigkeit und Präzision.

Holzarchitektur wächst über sich hinaus
Inzwischen gilt der Uralt-Werkstoff Holz als wahres Supermaterial, das Belastbarkeit, Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit verbindet. Bauwelt und Gesetzgebung reagieren. Wie es scheint, waren einige Einschränkungen eher psychologischer Natur, etwa bei Brand- und Schallschutz. Letzter wird durch zusätzliche Masse in Geschossdecken gelöst, Brandschutz hingegen fordert erfahrene Planer, die auch den Feuerwiderstand der Konstruktion selbst im Blick haben, sodass inzwischen Hochhäuser aus Holz mit höchster Sicherheit fertiggestellt werden. Holzarchitekturen in Bad Aibling und Berlin weisen je 25 Meter Höhe auf, Dornbirn beträgt 27 Meter, beim Sara Kulturhaus in Schweden liegt die Messlatte bei knapp 80 Metern, getoppt noch vom Wiener HoHo-Tower mit 84 Metern. London diskutiert sogar einen 300 Meter hohen hybriden Holz-Wolkenkratzer mit 1.000 Wohnungen auf 80 Stockwerken. Der Traditionswerkstoff ist zugleich High-Tech: atmungsaktiv und dynamisch, weit weg von starren Konzepten. Die Aussicht auf ganze Skylines aus Holz beflügelt wiederum die Forschung.

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