blocher partners zu Gast auf der documenta

An Architecture of an Architecture of Life

Parallel zur bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst, präsentiert das Kasseler Architekturzentrum im Kulturbahnhof (KAZimKUBA) auch wieder die architectdocuments. Unter den 25 geladenen Architekturbüros ist auch blocher partners; mit einem Kunstwerk, das sich aus sieben Einzelmotiven zusammensetzt und auf mehreren Ebenen subtil die Haltung der transdisziplinären Bürogemeinschaft widerspiegelt. So geht es, je nach Standpunkt, um perspektivische Wahrnehmungen, aber auch um den Büroansatz „connecting experiences“, die sich hier im Zusammenspiel aus Architektur und Kommunikation manifestiert. Für An Architecture of an Architecture of Life haben sich einmal mehr blocher partners und typenraum zusammengetan, um mit ihrem Lenticular-Bild den Rezipienten daran zu erinnern, dass Trennung eine Illusion ist. Auch wenn ich etwas isoliert betrachte, darf ich mir bewusst machen, es als Teil des großen Ganzen zu sehen. Alles steht mit allem in Verbindung. Daher erscheinen die Bildausschnitte als Interferenz - statt scharfer Kanten verschwommene Ränder und fließende Übergänge. Oder, aus Rezipientensicht gesprochen: Das Objekt zeigt dem Besucher, was es heißt, dass jeder Raum interaktiv und der Mensch Teil des Raumes ist. Goethe hat übrigens in seinem Faust die treffende Beschreibung geliefert, nachzulesen auch in Kassel: „Wer will was Lebendigs erkennen und beschreiben/Sucht erst den Geist heraus zu treiben/Dann hat er die Teile in seiner Hand/Fehlt, leider!/nur das geistige Band.“ Die Werkschau ist noch bis zum 17. September 2017 zu sehen. Für alle, die nicht nach Kassel kommen, gibt's hier einen Teaser.