Wormland Oberhausen

  • Konzeption eines Men's Fashion Stores
  • Centroallee 128d, 46047 Oberhausen, Deutschland
  • 2.500 m²
  • 2012
  • Theo Wormland GmbH & Co. KG

Was Männer wollen

Durch den Neubau im Rahmen der CentrO-Erweiterung konnte blocher partners den Wormland Store ohne größere bauliche Restriktionen entwerfen. Zeugen der gestalterischen Freiheit sind die sehr hohen Decken, die in Verbindung mit abgehängten Elementen die Verkaufsfläche gliedern und der dynamischen Wegeführung dienen.

Ein drei Tonnen schweres Stahlgebilde fungiert als Raum bildendes Element. Elf Meter zieht sich die 17 Meter breite Wabenkonstruktion nach oben und verbindet alle drei Geschosse entlang der Rolltreppen miteinander. Das Geflecht erinnert an die Hülle des Oberhausener Gasometers, Industriedenkmal und Wahrzeichen der gesamten Region. Im Erdgeschoss entsteht im Dialog mit einem großflächigen Deckenmotiv der New Yorker Skyline ein urbanes Bühnenbild, in dem die Männermode inszeniert wird.

Industrie und Stadt spiegeln sich auch in den Materialien wieder. Massive Eichendielen, anthrazitfarbener Estrich, Sichtbeton, Rauputz und Stahl prägen das Storedesign. Die meist offenen Decken unterstreichen das Industrieambiente genauso wie die Metalloberflächen der Warenträger. Im Kontrast zur bichromen Tonalität in Grau und Braun bestechen die 33 Umkleiden mit knalligen Wandfarben, die in den überdimensionalen Spiegeln reflektiert werden. Akzente setzten auch die großflächigen Kampagnenbilder - von LED’s hinterleuchtet, stellen sie das sinnliche Leitmotiv dar, das die Kunden bei ihrem Einkauf inspiriert.

Neue Blickwinkel

Auf jeder Ebene wird der gestalterische Grundton mit Highlights variiert. Im Erdgeschoss vollenden abgehängte Stahlelemente und große Betonkuben und -polygone als Präsentationsmittel den rauen Look.

Blickfang im ersten Stock ist die durch einen Deckenkubus aus Sichtbeton eingefasste Rohstahlkonstruktion. Von ihr hängen über einem Feld aus cognacfarbenen Eichendielen die Waren herab. Ebenso fasziniert die Wand aus würfelartig zusammengestapelten Warenschränken. Das zweite Obergeschoss, wo sich auch die großzügige Coffee Lounge befindet, wird durch freistehende Sonderwände geordnet, durch die immer wieder neue Blickwinkel entstehen.