Q 6 Q 7 Mannheim

  • Neubau eines gemischt genutzten Stadtquartiers mit Einkaufsgalerie, Gastronomie, Wohnungen, Hotel, Wellness- und Gesundheitseinrichtungen sowie Büros und Tiefgarage
  • Q6/Q7, 68161 Mannheim, Deutschland
  • 153.000 m²
  • 09. 2016
  • Diringer & Scheidel Unternehmensgruppe, Mannheim

Urbaner Kristallisationspunkt

Mitten in Mannheim entstand mit dem Stadtquartier Q 6 Q 7 eine Antwort auf die urbanen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Das multifunktionale Ensemble vereint Einkaufsgalerie, Gastronomie, Büro, Hotel und Wohnen.

Von Anfang an ging es den Architekten und Stadtplanern um mehr als eine Mall im Zentrum von Mannheim, ihnen schwebte ein urbaner Kristallisationskern vor, der auch nach Ladenschluss belebt ist. Dazu nutzten sie die besondere Topographie Mannheims, dessen Quadratraster an der Grenze der ehemaligen Stadtmauer von einem Kreisbogen geschnitten wird. Unter einem großen Glasdach und einer transparenten Verbindungsbrücke spannt sich ein neuer Stadtraum auf. Er verbindet zwei korrespondierende Häuser und damit auch die Quadrate Q 6 und Q 7, die ihrerseits das Wegenetz zwischen Kunststraße und Fressgasse erweitern und stärken.

Geschichtete Stadt

Auf drei Geschossen erstrecken sich Einzelhandel und Restaurants. Durchzogen von einem mäandrierenden Netz aus Passagen entsteht attraktiver Innenraum, der mit dem Stadtraum verzahnt ist und Besucher zum Flanieren einlädt.

Ein öffentlicher Platz zwischen den Gebäuden Q 6 Q 7 mit zahlreichen Gastronomieangeboten ist neues Zentrum und Anlaufpunkt. Das zweite Obergeschoss beherbergt Büros, Fitness und Wellness sowie ein Gesundheitszentrum. Es wirkt wie eine Membran, die den Übergang zwischen öffentlichen Raum und Privatem markiert: Auf den vier obersten Etagen vervollkommnen schließlich Wohneinheiten das Stadtquartier Q 6 Q 7. Hier zeigt sich, was das Mannheimer Projekt so herausragend macht: Rund um einen begrünten Innenhof gruppieren sich 78 Wohnungen für Familien, Senioren und Singles. Das Stadtquartier Q 6 Q 7 bietet seinen Nutzern somit Vorzüge, die oftmals nur am Stadtrand zu finden sind: eine grüne Oase im Zentrum Mannheims, Weite und Erholung, Gemeinschaft und Ruhe. Ausreichend Parkraum wurde ebenso bedacht: Auf drei Untergeschossen befinden sich fast 1.400 Tiefgaragenstellplätze. Auf mehreren Ebenen entsteht so die vertikal geschichtete Stadt – mit allen Vorzügen urbanen Lebens.

Lebendige Fassade

Wie aber strukturiert man ein Ensemble, das sich über mehrere hundert Meter erstreckt?

blocher partners entschieden sich für eine lebendige Fassade, deren Details Aufschluss darüber geben, was sich jeweils dahinter befindet – von der einladenden Glasfassade der Erdgeschosszone bis zur bis zur klassischen Lochfassade als schützende Wand der Wohnungen und Hotelzimmer. Die steinerne Struktur der Fassade eint den individuellen Ausdruck von Q6 und Q7. Die Gebäudehülle kommuniziert stets die Bodenhaftung, trotz der weitgehend gläsernen, zweigeschossigen Sockelzone, die klar die vom Handel geprägten Bereiche definiert.

Vielfalt in der Einheit

Vielfalt in der Einheit lautete das Motto. So wechseln sich Oberflächen und Materialien ab. Strukturierte, großformatige Betonwerksteinplatten, Mendinger Basaltlava und Kalkstein bilden die Trias einer differenzierten Haut, die das Mannheimer Schachbrettmuster aufnimmt und weiterdenkt:

Einzelne Abschnitte des Stadtquartiers Q 6 Q 7 sind mit besonderen Materialien akzentuiert, wie etwa die Kleine Fressgasse, zurückversetzt und mit kleinformatigen Platten aus Basaltlava verkleidet. Licht bricht sich auf den Betonweksteinplatten, deren wellenförmige Oberfläche zu schwingen scheint und so die Fassade auflockert. Q6 ist in einem feinen Beige gehalten, Q7 ist heller, dafür liegt die Struktur tiefer, sodass sich ein ausgeprägtes Relief ergibt, in dem sich Lichtpunkte und Schatten abwechseln.

Stadtgesellschaft stärken

Q 6 Q 7 ist ein urbaner Baustein neuen Typs, der Leben zurückträgt in den Kern Mannheims - und das nicht nur zu Geschäftszeiten.

Hier sorgen zeitlich überlagernde Nutzungen für eine energetisch optimale Ausnutzung, viel entscheidender ist jedoch der Gewinn an soziokulturellen Aspekten wie eine verbesserte soziale Kontrolle durch auch eine auch nachts belebte Stadt sowie reduziertem Individualverkehr. Einfach dort zu leben, wo fußläufig eingekauft werden kann, soziale und kulturelle Kontakte gepflegt werden und selbst barrierefreies Wohnen möglich ist. Damit wird, wenn auch nicht immer nach DGNB oder LEEDS nachzuweisen, echte Nachhaltigkeit beschrieben.